Frühling

An das Frühjahr 2014 werden sich noch viele erinnern. Nach einem nicht stattgefundenem Winter ging es gefühlt Mitte Februar bereits los.

Am 6. Februar viel mehr noch eine Gruppe von 50 Kranichen auf, die auf dem Weg in den warmen Süden waren. Weit scheinen sie nicht gekommen zu sein, denn knapp eine Woche später gings es wieder zurück in die andere Richtung.
Damit hatte der Winter verloren. In den nächsten Tagen zogen Hunderte von Kranichen zurück in ihre Sommerquartiere.

Kraniche auf dem Rückflug

Irgendwie haben die Tiere es schneller begriffen, dass der Winter vorbei war. Noch bevor irgend jemand auf den Gedanken kam Krötenwanderungschildchen auf der Straße aufzustellen, hat es die ersten Wanderer erwischt. An einem Morgen habe ich auf einer Strecke von 50 Metern auf der Straße vor der Quarzgrube
57 platt gefahrene Kröten gezählt. Dazwischen auch den ein oder andern Molch, der es auch leider nicht rechtzeitig über die Straße geschafft hat. Mittlerweile stehen die Schilder, aber davon wird mit Sicherheit nur noch der ein oder andere Nachzügler profitieren.

 

Krötenwanderung

Wenn man das so recht bedenkt, sind die Amphibien es selber schuld. Sie hätten sich ja auch an den Behördenkalender halten können. Darin ist bestimmt ein fester Wandertermin für Kröten festgelegt und direkt daneben steht: Krötenwarnschilder aufstellen! Ist eben alles perfekt durchgeplant in Deutschland! Für alles gibt es die perfekte Zeit. Auch für Krötenwarnschilder!

Des einen Leid des anderen Freud: Getreu dem Motto haben sich die Krähen über das leicht zu beschaffene Nahrungsangebot gefreut.

Im Singevogelbereich galt es den Heimvorteil gegenüber den wegziehenden Vögeln zu nutzen und die besten Nistplätze zu besetzten. Wer nicht kommt zur rechten Zeit.

Ringltaube auf Hohltaubenkasten

Hier sitzt zwar die falsche Taube auf den Kasten, denn die Ringeltaube benötigt im Gegensatz zur Hohltaube keinen Nistkasten, aber schön ist das Bild trotzdem.

 

Blaumeise mit Moos zum Auspolstern des Nistkasten

Fast fertig mit dem Nestbau. Jetzt noch Moos als weiches Polster für den Nistkasten (Foto von 12.März 2014)

Der gleiche Nistkasten genau vor einem Jahr (Foto von 13.März 2013). Da wurde noch nicht an Nestbau gedacht, sondern  erst mal nur geschaut, ob die Behausung als Kinderstube tauglich ist.

Blaumeise bei der ersten Hausbesichtigung

 

Aber gleich nach der Tierwelt haben die Bauern aus der Nachbarschaft die Zeichen der Zeit für sich gedeutet. Kamen die Kartoffeln im letzten Jahr wegen des Schnees im März erst im April unter die Erde, wurde sie in diesem Jahr bereits anfang März vergraben. Als sich der erste Landwirt traute so früh die Kartoffel zu setzen, zogen in windeseile die Nachbarbauern nach und versenkten ihre Kartoffeln in der Erde. Mittlerweile - jetzt Anfang April - ist schon 5 - 10 cm Grün zu sehen.

Die Kirschbaum- und Pflaumenbaumblüte ist am 10. April schon durch. Die Apfelblüte ist im vollen Gange. An geschützen Stellen ist der Flieder in voller Pracht.
Das erste Grün im neuen Jahr bei unseren Himbeeren
Alles ist in einem hellen saftigen Grün getaucht. Letztes Jahr war noch alles blattlos, trist und braun.

Also: Raus in die Natur und den Frühling genießen!