Rhabarber

Wandert man im Mai durch das Vorgebirge, sieht man auf dem ein oder anderen Feld scheinbar wilde Ansammlungen großer grüner Blätter an roten Stengeln.

Dem ambitionierten Hobbybotaniker aber auch dem Kuchenfreund wird schnell klar, dass es sich hier um Rhabarber handelt, der darauf wartet, geerntet zu werden.

Rhabarberfeld in Brenig

Je nach Wetterlage passiert das von Mai bis Juni. Genutzt werden nur die Stiele der Pflanze, denn die großen Blätter enthalten Giftstoffe, "die bei rohem Genuss Erbrechen und Kreislaufstörungen verursachen." (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Gemeiner_Rhabarber)

Das wusste ich noch nicht. Ich habe es bisher aber auch nur mit den Stielen versucht. Die haben uns schon als Kinder sehr gut geschmeckt. Frisch geschält und dann den sauren Geschmack mit Hilfe eines Zuckertopfes - sehr zur Freude des Zahnarztes - versüßt. Ein erfrischender Genuss!

Rhabarberpflanze

Oma hat dann aus dem Rest der Stiele literweise Kompott gekocht. Den gab es dann direkt nach dem Mittagsessen lauwarm zum Schlürfen.  War noch etwas vom Rhababer übrig backte Muttern daraus den leckeren Rhabarberkuchen. Es gibt bestimmt viele Rharbarberkuchenvarianten, aber ich bin da ganz subjektiv, am Besten schmeckt der Rhabarber-Baisser-Kuchen.

Aber genug zum Thema Essen. Vielleicht noch ein wenig zur Geschichte dieser Nutzpflanze: Erst seit 1848 wird sie bei uns in Deutschland angebaut. Die eigentliche Heimat ist die Himalaya-Region. Von dort gelangte sie dann im 16. Jahrhundert nach Russland. Erst im 18. Jahrhundert fand man auch in Europa gefallen an dieser nutzbringenden Pflanzen. Vorreiter waren Frankreich, die Niederlande und England. Ich bin froh, dass diese leckere Pflanze auch zu uns gefunden hat.

Rhabarberstiele nach der Ernte

 

Wer noch mehr zu Rhabarber wissen will, wird auf Wikipedia fündig.

Rhabarberpflanze